Risikobewertung niederfrequenter elektromagnetischer Felder


Letzter Beitrag 14.12.15:
Teil 2: SCENIHR Opinion 2015 - Kommentar
...       4. SCENIHR Meinungspapier: Missbrauchsgefahr

 

 
Kommentar zum SCENIHR-Meinungspapier

"SCENIHR  Opinion on Potential health effects of exposure to electromagnetic fields“ *) ( März 2015)
*) SCENIHR-Meinung zu möglichen Gesundheitseffekten unter dem Einfluss von  elektromagnetischen Feldern
 

Einleitung

Dieses Meinungspapier wurde auf Anforderung der Europäischen Kommission von SCENIHR erstellt und Anfang 2015 veröffentlicht.
SCENIHR  ist ein wissenschaftlicher Ausschuss des Bereichs „Public Health“ der Europäischen Kommission.
SCENIHR ist die Abkürzung von „Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks“ (Wissenschaftlicher Ausschuss für auftauchende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken).
Die Aufgabe von SCENIHR besteht in der wissenschaftlichen Beratung der EU-Kommission als Grundlage für das Risikomanagement  („Primary task: provide scientific advice to the Commission as a basis for risk management“).
Auftrag für dieses Papier durch die EU-Kommission an SCENIHR waren Informationen zu biophysikalischen Mechanismen, die beobachtete biologische Effekte und epidemiologische Zusammenhänge erklären könnten.
Das Fehlen solcher (laut Behauptung) fehlenden Wirkungsmechanismen war z.B. als hauptsächlicher Grund genannt worden, dass in der 2013 verabschiedeten Novelle der 26.BImSchV Vorsorgemaßnahmen für die beobachteten biologischen Effekte und epidemiologischen Zusammenhänge nicht berücksichtigt worden sind. Als Referenz dafür diente die Bewertung/Meinung der SSK[1]. Auch das Bundesverfassungsgericht beruft sich auf entsprechende Referenzen.
Insofern ist es denkbar, dass auch das SCENIHR-Meinungspapier als Referenz für zukünftige Urteile oder Vorschriften und Gesetze zu Grenzwerten und Vorsorgemaßnahmen im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern herangezogen wird (oder als Rechtfertigung für bestehende Grenzwerte bzw. nicht vorhandene Vorsorgemaßnahmen).
Aufgrund seines Umfanges von 288 Seiten mag das SCENIHR-Meinungspapier für Laien auf dem Gebiet physikalischer und biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder als beeindruckendendes wissenschaftliches Gutachten erscheinen – und als Laien sind i.a. Richter und für die Gesetzgebung verantwortliche Politiker anzusehen.
Was bleibt von diesem Eindruck, wenn man in die wissenschaftlichen Details geht?
 
Unser folgender Kommentar möchte dazu einen Beitrag geben anhand konkreter Beispiele. Dieser Kommentar wird sukzessive auf dieser Website veröffentlicht werden.
Vorbemerkung:  Einige Aussagen dieses Kommentars sind in ähnlicher Weise auch in Kommentaren anderer Wissenschaftler oder Organisationen gemacht worden. Ein angemessenes Zitieren aller relevanten Publikationen oder Stellungnahmen ist im Rahmen des hier gegebenen Kommentars nicht möglich.